Mehrwerthof

Marketingmaßnahmen und -strategien

In der Wirtschaft bezeichnet Marketing eine Verbesserung oder Anpassung vom Ist- zum Soll-Stand, einem festgelegten Ziel, auf dem Markt. Um dies in einen zeitlichen Rahmen zu fassen, gilt es eine Marketingstrategie oder konkrete Marketingmaßnahmen zu verfolgen (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon 2018).

Zur Verwirklichung von Veranstaltungen, geplanten Aktionen, Bürgerbeteiligung und des gewünschten Bildungsauftrags ist es notwendig, eine geeignete Marketingstrategie zu entwickeln. Bei allen Aktionen sollen alle Alters- und Bildungsgruppen der Gesellschaft gleichermaßen angesprochen werden. Nur so kann gewährleistet werden, das Konzept stufenweise und zielstrebig zu verfolgen.

Zunächst ist es sinnvoll, einen Werbeslogan zu entwickeln. An diesen erinnern sich die EmpfängerInnen des Marketings wieder und können ihn so unbewusst zuordnen, ganz gleich über welchen Kanal dieser auf sie gestoßen ist. Beispiele hierfür wären: “Mach doch was draus” oder “Ist das Müll oder kannst du das reparieren?” Besser ist es sogar, einen Slogan zu entwickeln, der mit der Gemeinde in Verbindung steht, um den Bezug direkt herzustellen, wie zum Beispiel: “MehrWert[e] schaffen für den Markt [Schwaben]”. Gemeint beim letzten Entwurf ist das Zusammenspiel eines sozialen Treffpunkts und Arbeitgebers mit einem Mittelpunkt für reparierte (Halb-)Werkzeuge und Geräte, die auf einem Markt, dem bereits erwähnten Shop, angeboten werden können.

Als Unterstützung ist diesem Slogan ein passendes und auffallendes Logo zuzuordnen, welches den Gedanken des Mehrwerthofes grafisch widerspiegelt. Hier ein Vorschlag für ein entsprechendes Logo.

Alle der Sloganfindung nachfolgenden Marketingmaßnahmen beziehen sich auf diesen einen Slogan und zeichnen sich durch diesen aus. Eine Wiedererkennung wird geschaffen. Zur weiteren Verbreitung des Slogans, der Sache und von Veranstaltungen sind verschiedene Strategien möglich, die durch folgende Kanäle erreicht werden kann:

Mund-zu-Mund, Kampagnen, Ausstellungen, Schaufenster

Die wohl älteste und vielleicht auch wirksamste Art des Marketings ist die Empfehlung aus dem näheren Umfeld. Ein Nachbar, Freund oder Bekannter spricht eine andere Person auf eine tolle Sache an. “Die letzte Repair-Veranstaltung im Mehrwerthof war toll! Komm doch das nächste Mal mit!” So in der Art könnte eine Aufforderung aussehen. Der Empfänger oder die Empfängerin kann daraus schließen, dass eine gefilterte glaubhafte Information an ihn oder sie herangetragen wird und ist dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit motiviert, zur nächsten Veranstaltung mitzukommen. Damit es soweit kommt, muss die Veranstaltung allerdings erst durchgeführt werden und einen gewissen Erfolg und Bekanntheitsgrad erreichen.

Um dieses Ergebnis zu erreichen, eignen sich Startkampagnen: Aktionen, welche die Grundgedanken an die Öffentlichkeit herantragen, von der Schockkampagne, also das Schaffen einer überspitzten, ungewohnten Ausstellung an einem viel besuchten, öffentlichen Platz, wie das Aufschütten eines Plastikmüllberges auf dem Marktplatz, der das wöchentliche Müllerzeugnis der Gemeinde darstellt, bis hin zur kleinen aber merklichen Veränderung, wie zum Beispiel das Schmücken von Parkbänken, die im Bezug zur Veranstaltung stehen. Auch geeignet sind Veranstaltungen, die im oberen Baustein beschrieben werden.

Nach diesem ersten Schritt, der den Slogan und den Zweck des Mehrwerthofes bewirbt und auch für spätere “Auffrischungen” des Marketings, können weniger aufwendige Werkzeuge des Marketings hilfreich sein:

Printmedien: Zeitung, Newsblatt der Gemeinde, Flyer:

Die Zeitung ist ein sehr altes Instrument für Veröffentlichungen. Es erreicht primär eine bestimmte Gruppe an EinwohnerInnen, nämlich die Situierten. Mit zunehmendem Alter und Einkommen wird mehr Zeitung gelesen (vgl. Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. 2012). Genau diese sind auch die Zielgruppe, da nicht jeder im Umgang mit digitalen Medien geübt oder aufgewachsen ist. Folgende Inhalte können in Zusammenarbeit mit dem Verlag entstehen: Interviews mit Mitarbeitern oder Teilnehmern, Berichterstattung zum Treiben auf dem Mehrwerthof oder zu einer vergangenen Veranstaltung oder Hinweis auf die kommenden Veranstaltungen. In Markt Schwaben können beispielsweise die Münchner Merkur Gruppe oder die Süddeutsche Zeitung kontaktiert werden. Hier ist Vielfalt gefragt: Gibt es vielleicht eine Schulzeitung, die darüber berichtet oder den Arbeitsalltag auf dem Mehrwerthof journalistisch begleitet?

Um möglichst die gesamte Bevölkerung in und um Markt Schwaben zu erreichen, reicht es also nicht aus nur Verlage mit Lokalteilen oder lokale Zeitungen, wie z. B. in Markt Schwaben die Süddeutsche Zeitung oder den Münchner Merkur, als Instrument für Bewerbung auszuwählen. Ältere, aber bewährte Mittel sind Plakate oder Flyer im Stadtgebiet aufzuhängen oder zu verteilen. Diese Art des Marketings sollte jedoch aus Image-Gründen mit Abstand betrachtet werden. Man kann nicht den Gedanken einer Kreislaufwirtschaft der Gesellschaft nahe bringen wollen und dann Müll für seine Werbung produzieren. Die Argumente für Plakate sind jedoch schwer zu ersetzen. Sie sind im gesamten Gebiet präsent und haben Wiedererkennungswert. Im Gegensatz zum Flyer können sie nach einer Weile wieder abgehängt werden und dem Kreislauf des Papiers zugeführt werden. Noch besser ist es, dem Wandel der Zeit zu folgen und in Werbeangebote mit digitalen Medien zu investieren, die einen müllfreien und gefilterten Informationsfluss und -austausch ermöglichen.

Digital: Internetseite, Facebookseite, App

Auf Internetseiten lassen sich übersichtlich und nach eigenen Vorstellungen gestaltet Aufrufe zu Workshops, Aktionen, Veranstaltungen und Informationen über die Institution des Mehrwerthofes, sowie Artikel mit gut erklärten Bildungsinhalten aufzeigen. Außerdem sind Internetseiten überall und dauerhaft verfügbar. Durch Werbung in den sozialen Medien, beispielsweise durch eine Facebook Seite, lässt sich Aufmerksamkeit bezüglich dieser Internetseite generieren. Dort sollten Themen oder Veranstaltungen aufgegriffen und in kurzen Zeitabständen aktualisiert werden. Dadurch wird jede Person, die dieser Seite folgt, in ihren Benachrichtigungen darauf aufmerksam, welche Themen gerade im Mehrwerthof aktuell sind. Das flexibelste und aktuellste Marketing-Werkzeug stellt eine App da. Die Herausforderung besteht darin, Nutzer zum Installieren der App zu bewegen. Danach sind die verschiedenen Inhalte direkt auf dem Smartphone vorhanden und können per Push-up Funktion in Erinnerung gerufen und auf Nutzerinteressen individuell angepasst werden. So erscheinen nur die selbst gewünschten Informationen und Erinnerung auf dem Endgerät.

App

Veranstaltungen: Welche Veranstaltungen gibt es in nächster Zeit? In welchem zeitlichen Rahmen? Was muss ich an Materialien mitbringen? Wann endet die Anmeldefrist?

Wissenswertes: Wiki zum Nachlesen zu Themen rund um den Mehrwerthof Wie packe ich mein Auto, wenn ich zum Mehrwerthof fahre? Was kann ich dort entsorgen? Öffnungszeiten Lageplan mit Stationen Wie repariere ich etwas? Mir fehlt das Werkzeug zum reparieren, wo kann ich das ausleihen?

Forum: Veranstaltungs-/ Workshopvorschläge Feedback für vergangene Veranstaltungen Reparaturtipps von anderen Nutzern Suchanzeigen (z. B. Ich suche alte Kabel um daraus etwas kreatives zu basteln”) Dienstleistungen (z. B. für den Transport von größeren Gegenständen)

Shop: Verkauf von sortierten Materialien oder fertigen Produkten; entweder per Festpreis oder als Versteigerung

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