Mehrwerthof

Modul Lager

Das Lager ist der zentrale Umschlagplatz für Materialien und Gegenstände, die aus den Wertstoffen gewonnen werden konnten. Dort werden Halbzeuge, und weiter nutzbare Bauteile gesammelt. Nach deren fachgerechten Zerlegung und Sortierung findet können die Waren dann entweder direkt verkauft oder für die Werkstatt Basteln bzw. Bauen genutzt werden.

Durch das Lager entstehen somit zwei weitere Verwertungswege für die Wertstoffe, die angeliefert werden. Neben dem Zerlegen und Verkaufen von Halbzeugen, gibt es die Möglichkeit mit den gewonnen Materialien, andere Gegenstände zu reparieren und so in den Stoffkreislauf zurück zu bringen.

Umsetzung

Das Lager, ein großer und trockener Raum, wird von MitarbeiternInnen und Kunden besucht. Das gewonnene Material wird hier in verschiedenen Kategorien und Aufbewahrungssystemen übersichtlich und logisch sortiert. Eine abgestimmte Sortierung nach Form und Material der Halbzeuge erfolgt. Es gliedert sich hauptsächlich in Holz, Metallwaren, Keramik, Textilien und Fahrradteile. Eine Dokumentation der vorhandenen Halbzeuge in einem Inventar ist hier wichtig. Diese dient in digitalisierter Form auch als Schnittstelle zu Verkauf und Werkstätten. Für die MitarbeiterInnen und BürgerInnen können Tafeln mit “Beispiel-Stücken” wichtig sein, es gilt verschiedene Materialien zu unterscheiden. Auch eine Sensibilisierung der BürgerInnen, mit Hilfe von informativen Schildern ist wichtig, damit mehr gezielt für das Lager abgegeben werden kann.

Akteure

  • Organisatoren → Prozessplanung, Wissen
  • Mitarbeitende/Langzeitarbeitslose → Zugang, Hilfestellung, Beratung, Organisation, Funktion, Dokumentation
  • BürgerInnen → Nutzung, Motivation, Legitimation, Reflexion

Referenzprojekte / Best Practice

  • Werkstätten Anderwerk in Feldkirchen
  • Lagerungen in diversen Baumärkte

Prototypen

Das Material, dass aus Wertstoffen gewonnen werden kann wird in völlig unterschiedlichen Formen und Qualitäten bei den Mitarbeitern des Mehrwerthofes ankommen. Diese müssen bei der Annahme entscheiden ob sich Materialien weiterverwenden lassen können. Produkte, die nicht mehr repariert werden können, aber verwertbare Halbzeuge enthalten werden im Lager nach dem folgenden Schemata bewertet und sortiert:

Auch der von der Hans Sauer Stiftung erstellte Materialkatalog hilft bei der Bewertung von Materialien. materialkatalog_mehrwertwaren.pdf

Die Materialien müssen anschließend in passende Formate geschnitten werden um eine sinnvolle Lagerung zu ermöglichen.

Bei den Zuschnitten sind folgende Regeln denkbar:

  • In 10 cm Schritten zuschneiden
  • Alle Winkel 90°
  • Maximale Länge auf 2,0 m
  • Platten maximal 2,0 X 1,5 m

Weitere mögliche Prototypen:

  • Grundriss des Lagers
  • Orientierungsdesign
  • Möglichkeiten digitaler Dokumentationsmittel

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